Einigung auf neue Tarifverträge für Medizinische Fachangestellte

15.04.2016

Am 12. April 2016 haben sich in Berlin sich die Tarifpartner der niedergelassenen Ärzte und der Medizinischen Fachangestellten auf drei neue Tarifverträge geeinigt. Danach erhöhen sich die Gehälter gemäß neuem Gehaltstarifvertrag ab dem 01.04.2016 um linear 2,5 % auf Basis der Tätigkeitsgruppe I.

 

Die Ausbildungsvergütung steigt in allen drei Ausbildungsjahren um 30,00 Euro monatlich, und zwar auf 730,00 Euro im 1. Ausbildungsjahr, auf 770,00 Euro im 2. Ausbildungsjahr und 820,00 Euro im 3. Ausbildungsjahr. Der Arbeitgeberbeitrag zur betrieblichen Altersversorgung erhöht sich für Vollzeitkräfte und Teilzeitkräfte mit 18 Wochenstunden und mehr um 10 Euro pro Monat auf 76,00 Euro, für Auszubildende und Teilzeitkräfte mit weniger als 18 Wochenstunden um 5 Euro pro Monat auf 53,00 Euro bzw. 43,00 Euro. Der Manteltarifvertrag wurde redaktionell angepasst


Die Laufzeit des Gehalts- und des Manteltarifvertrages beträgt zwölf Monate bis zum 31.03.2017, die des Tarifvertrages zur betrieblichen Altersversorgung und Entgeltumwandlung bis zum 31.12.2019.


Die Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags wird zur Sicherung der Alterseinkünfte der Medizinischen Fachangestellten beitragen. Die Anpassung der Ausbildungsvergütungen soll den Beruf der Medizinischen Fachangestellten in Zeiten des Fachkräftemangels weiterhin attraktiv machen.


 

Gemäß § 17 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz hat der Ausbildende dem Auszubildenden eine angemessene Vergütung zu gewähren. Sie ist nach dem Lebensalter des Auszubildenden so zu bemessen, dass sie mit fortschreitender Berufsausbildung, mindestens jährlich, ansteigt. Bei nicht tarifgebundenen Vertragsparteien ist die vertraglich vereinbarte Ausbildungsvergütung jedenfalls dann nicht mehr angemessen, wenn sie die tarifvertraglich vereinbarte Vergütung um mehr als 20 % unterschreitet. Ausbilder müssen bei bestehenden Ausbildungsverhältnissen prüfen, ob die vereinbarte Ausbildungsvergütung infolge des neuen Gehaltstarifvertrages für Medizinische Fachangestellte den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Ggf. muss eine Anpassung des Ausbildungsvertrages an die neuen Vorgaben erfolgen.

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