Bund finanziert berufsbezogene Deutschkurse

13.07.2016

Der Bund finanziert ab Juli 2016 berufsbezogene Deutschkurse für Zuwanderer und Flüchtlinge, die eine gute Bleibeperspektive haben, aber auch für EU-Bürger sowie deutsche Staatsangehörige mit Migrationshintergrund. Für bestimmte Berufe wie Ärzte oder Pflegekräfte werden spezielle Sprachmodule angeboten.

 

Voraussetzung
Die berufsbezogene Deutschsprachförderung baut unmittelbar auf den Integrationskursen auf. Hier lernen Zuwanderer die deutsche Alltagssprache, bekommen Orientierung über die deutsche Rechtsordnung, Kultur und Gesellschaft. In daran anschließenden berufsbezogenen Sprachkursen werden arbeitsuchende Migranten und Flüchtlinge kontinuierlich auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

 

Sprachniveau
Die Sprachkurse beginnen in der Regel oberhalb des B 1-Niveaus. Sie werden künftig in drei Modulen angeboten: von Niveau B1 nach B2, von Niveau B2 nach C1 und von Niveau C1 nach C2. So können die Teilnehmer individuell gefördert werden.

 

Der Weg zum Kurs
Wer an den Sprachkursen teilnimmt, entscheiden die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Arbeitsuchende Migranten und Flüchtlinge mit Aufenthaltsgestattung können in einer Eingliederungsvereinbarung vom Jobcenter zur Teilnahme verpflichtet werden. Sie haben dann Vorrang bei der Kursbelegung.

 

Kosten
Wer bereits erwerbstätig ist, muss einen Kostenbeitrag zu den Sprachkursen leisten. Keinen Kostenbeitrag müssen leisten: Beschäftigte mit Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungen oder Anspruch auf Arbeitslosengeld sowie Auszubildende. Kinderbetreuungskosten können in Ausnahmefällen übernommen werden.

 

Umsetzung
Die Kurse sollen pro Modul mit mindestens 15 Teilnehmern durchgeführt werden. In ländlichen Regionen sind auch kleinere Gruppen möglich. Der Unterricht kann in Vollzeit-, Teilzeit- und bei Bedarf online erfolgen.

 

Hintergrund
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge setzt als das Kompetenzzentrum auch die allgemeine und die berufsbezogene Deutschsprachförderung um. Mit der Übernahme der berufsbezogenen Sprachförderung löst der Bund schrittweise das bisher vom Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützte Programm ab.

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