Ausländische Ärzte legen erstmals Fachsprachenprüfung in Sachsen ab

26.07.2016

Am 25. Juli 2016 haben erstmals sechs ausländische Ärzte in Sachsen ihre Fachsprachenprüfung bei der Sächsischen Landesärztekammer abgelegt. Frau Souha Al Sheik Othman und Herr Nael Srour aus Syrien konnten als erste nach erfolgreicher Prüfung ihre Glückwünsche entgegennehmen.

 

Auf Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz müssen ausländische Ärzte, die einen Antrag auf Berufserlaubnis oder Approbation in Sachsen stellen, rückwirkend zum 1. Mai 2016 nachweisen, dass ihre Deutschkenntnisse für eine umfassende medizinische Tätigkeit ausreichend sind. Sollte diese Voraussetzung nicht erfüllt sein, ordnet die Landesdirektion Sachsen als zuständige Approbationsbehörde eine Fachsprachenprüfung an, die durch die Sächsische Landesärztekammer durchgeführt wird.

 

Voraussetzung für die Zulassung zur Fachsprachenprüfung ist wie bisher der Nachweis des Sprachniveaus B2. Mit der Prüfung bei der Sächsischen Landesärztekammer wird nun zusätzlich festgestellt, ob der Arzt über Fachsprachenkenntnisse orientiert am Sprachniveau C1 verfügt.

 

Konkret bedeutet dies, er muss sich spontan und weitgehend fließend mit Patienten und Kollegen verständigen, eine umfassende Anamnese erheben sowie komplexe Texte und Fachdiskussionen zu medizinischen Themen verstehen und wiedergeben sowie Befunde erklären können.

 

Die Prüfung ist praxisnah gestaltet. Sie findet in Form einer Einzelprüfung statt und dient zur Feststellung der für den Arztberuf erforderlichen Fachsprachenkenntnisse in der mündlichen und schriftlichen Kommunikation. Die Prüfungskommission besteht aus drei Mitgliedern, mindestens zwei davon sind Ärzte.

 

Nähere Informationen über die Fachsprachenprüfungen finden Sie auf der Homepage der Sächsischen Landesärztekammer unter:

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