Einschätzung des Kindeswohls 2015

5.826 Verfahren in Sachsen

31.08.2016

In 5.826 Fällen haben die Jugendämter 2015 in Sachsen gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes gemäß § 8a Abs.1 SGB VIII geprüft, 168 mehr als 2014. Davon betroffen waren 2.953 Jungen und 2.873 Mädchen. Das teilte heute das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen mit. Die Gefährdungsrisiken werden im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte und teils durch mehrere Kontakte zu den Kindern unter 18 Jahren, deren Familien bzw. Personensorgeberechtigten eingeschätzt. Diese ergaben 1.120 Mal (19,2 Prozent) eine eindeutige, akute Kindeswohlgefährdung und 1.569 Mal (26,9 Prozent) latente Kindeswohlgefährdungen, d.h., eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. Bei 3.137 Verfahren (53,8 Prozent) stellten die Fachkräfte der Jugendämter keine Kindeswohlgefährdung fest, jedoch bestand bei über der Hälfte dieser Fälle ein weiterer Hilfe- und Unterstützungsbedarf.

 

In 1.478 Fällen (25,4 Prozent), bei denen Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung geprüft wurden, waren die Kinder noch keine 3 Jahre alt, darunter 582 im ersten Lebensjahr. 1.249 Kinder waren 3, 4 oder 5 Jahre alt, 1.352 im Alter von 6 bis unter 10 Jahren, 995 von 10 bis unter 14 Jahren und 752 Jugendliche waren 14 Jahre und älter.

 

Für die 2.826 akuten und latenten Kindeswohlgefährdungen lagen in 2.062 Fällen Anzeichen von Vernachlässigung vor, des Weiteren gab es Anzeichen für psychische (460) bzw. für körperliche Misshandlung (427) und 88 Fälle für sexuelle Gewalt. Mehrfachnennungen waren möglich.

 

Weitere Informationen (Tabellen) im Internet unter:

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