Finanzkrise belastet Gesundheitsfonds

11.12.2008

Stuttgart/Dresden: Die Auswirkungen der Finanzkrise werden den von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt aufgelegten Gesundheitsfonds massiv belasten. Darauf weist die bundesweit tätige Privatärztliche Verrechnungsstelle BW (PVS) hin. Nach deren Angaben mache der durch die Finanzkrise ausgelöste Beschäftigungsrückgang in der Realwirtschaft alle bisherigen Annahmen zur Entwicklung des Gesundheitsfonds zur Makulatur. Das bei der Festlegung des Einheitsbetrages von 15,5 Prozent des Bruttolohns prognostizierte Anwachsen der Grundlohnsumme um 2,4 Prozent sei nicht mehr haltbar.

 

Die Sächsische Landesärztekammer hatte bereits vor zwei Monaten auf diesen Zusammenhang hingewiesen und verdeutlicht, dass dann die Beiträge erhöht werden müssen, weil es sonst zu Rationierungen zu Lasten der Patienten kommt. Aber eine Anhebung des auf 15,5 Prozent festgelegten Beitragssatzes erscheint mit Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen politisch schwer durchsetzbar.

 

Auf keinen Fall darf es zu einer weiteren Belastung der Ärzteschaft kommen. Denn schon heute ist bei 40 Prozent aller niedergelassenen Ärzte die Wirtschaftlichkeit gefährdet, 20 Prozent aller Praxen gehören bereits den finanzierenden Banken. Wenn Arztpraxen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind, steht die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit medizinischen Leistungen in Deutschland vor dem Aus.

 

Weitere Informationen unter 0351 / 82 67 160.

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