Sächsische Landesärztekammer sieht dringenden Klärungsbedarf zur Honorarproblematik für Vertragsärzte

27.02.2009

Dresden: Die Sächsische Landesärztekammer sieht dringenden Klärungsbedarf zur Problematik des Regelleistungsvolumens bei Vertragsärzten. "Die Unsicherheit der Kollegen bezüglich der Wirtschaftlichkeit ihrer Praxis nehmen wir sehr ernst", betonte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, heute in Dresden.

 

Viele Ärzte sehen sich durch die zum Jahresbeginn geänderte Honorarverteilung benachteiligt, vor allem viele ambulante Operateure, Neurologen, Nervenärzte und Psychiater sowie Praxen, die besondere Schwerpunkte gesetzt haben und solche, die im letzten Jahr nur eine geringe Fallzahl aufzuweisen hatten, sind besonders betroffen. Entsprechend lautstark ist seit Anfang Januar der Protest.

 

Weshalb einzelne Facharztgruppen trotz einer angekündigten Honorarsteigerung in Sachsen schlechter gestellt werden als in der Vergangenheit, ist nicht nachzuvollziehen. Und obwohl die Sächsische Landesärztekammer nicht für die Vergütungsregelungen der niedergelassenen Vertragsärzte zuständig ist, hat sie die Problematik der fachärztlichen Vergütung zum Anlass genommen, diese im Ausschuss Ambulante Versorgung zu diskutieren sowie in einer gemeinsamen Vorstandssitzung der Sächsischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen zu thematisieren und so das Problem des Regelleistungsvolumens einer Klärung zuzuführen.

 

Auch das Bündnis Gesundheit 2000 im Freistaat Sachsen wird sich mit den neuen Vergütungsregelungen für Vertragsärzte auseinandersetzen, weil mittelbar auch die Medizinischen Fachangestellten betroffen sind.

 

Nach Gesprächen zwischen Vertretern von KBV, KVen, Hausärzteverband, Fachärzteverband und Spitzenverband der Kassen ist man sich auf Bundesebene inzwischen einig, dass die Selbstverwaltung auf Bundes- und Landesebene nachsteuern muss. So will die KBV im zuständigen Steuerungsgremium, dem so genannten Bewertungsausschuss, eine Reihe von Vorschlägen einbringen, um strukturelle Schlechterstellungen ganzer Arztgruppen zu verhindern.

 

Weitere Informationen unter 0351 8267160.

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