Ergebnisse der Krankenhausprognose 2020

29.01.2010

Laut einer Krankenhausprognose des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz wird die Anzahl der Patientenfälle in Sachsen trotz des zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs bis 2020 um rund drei Prozent steigen. Hauptursache wird die mit zunehmendem Alter steigende Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen sein.
 

Diese Entwicklung würde allerdings regional sehr unterschiedlich verlaufen. Während in den Krankenhäusern in den Städten Leipzig und Dresden von einem Anstieg um rund acht Prozent ausgegangen wird, sei in den Einrichtungen in Chemnitz mit einem Rückgang um knapp drei Prozent zu rechnen. In den Landkreisen variiere die Veränderung von einer Zunahme der Patientenfälle um knapp sechs Prozent im Landkreis Leipzig bis zu einem Rückgang von 0,6 Prozent im Landkreis Zwickau.
 

Während der Bedarf an Bettenkapazitäten in den beiden größten sächsischen Städten zunehme, wird er in einigen ländlichen Regionen abnehmen. Die Krankenhausplanung wird sich aber nicht nur auf die Anpassung der stationären Kapazitäten beschränken. Auch die ambulante Versorgung müsse sich auf eine ähnliche Entwicklung einstellen. Weiterhin soll eine hochwertige medizinische Versorgung auch in der Fläche durch neue, integrative Versorgungskonzepte sichergestellt werden.
 

Auch bei den einzelnen Erkrankungen ergebe sich ein unterschiedliches Bild. Von einem beachtlichen Fallzahlenzuwachs von 15 Prozent sei bei den Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems auszugehen. Anders hingegen verläuft die Entwicklung bei psychischen Erkrankungen, wo ein Rückgang von 10 Prozent zu erwarten sei. Am deutlichsten mache sich der Rückgang mit 15 Prozent in der Geburtshilfe bemerkbar.

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