5. Juni 2010 Tag der Organspende Organspende hilft Leben retten

03.06.2010

Dresden: Der Tag der Organspende am 5. Juni 2010 steht in diesem Jahr unter dem Motto "Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.". "Mehr Menschen als bisher sollten sich für eine Organspende im Todesfall entscheiden und dies in einem Organspendeausweis dokumentieren." Dazu rief der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, anlässlich des Tages der Organspende auf.

 

Nur 1.217 Menschen spendeten 2009 nach ihrem Tod ihre Organe, das sind lediglich 19 Spender mehr als im Jahr 2008. Damit hat sich die Zahl der Organspender mit 14,9 pro 1 Million Einwohner gegenüber dem Vorjahr (14,6) kaum verändert. Die Zahl der Transplantationen blieb bundesweit mit 4.709 gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich.

 

Prof. Schulze: "Die Bereitschaft zur Organspende muss in Deutschland verbessert werden, damit mehr Leben gerettet werden können. Täglich sterben infolge des Organmangels Menschen, da es in der Bevölkerung Vorbehalte gegen eine Organspende gibt. Die beste Dokumentation der Spendebereitschaft ist der Organspendeausweis".

 

Zudem bestehen noch immer organisatorische Defizite, die zu Problemen bei der Meldung möglicher Spender in den Krankenhäusern führen und wie der Ethikrat in seiner Stellungnahme vermutet, "begrenzt die rechtliche Regelung in Deutschland den Kreis möglicher Organspender stärker als in anderen Ländern". Der 113. Deutsche Ärztetag hat deshalb kürzlich in Dresden den Gesetzgeber dazu aufgerufen, in Deutschland die Widerspruchslösung einzuführen, wodurch sicher sehr viel mehr Organspender zu gewinnen wären.

 

Hintergrund:
Rund 80 Prozent der Deutschen stehen der Organspende positiv gegenüber, doch nur jeder achte hat einen Organspendeausweis. Seit 1971 ist er das Symbol für eine Entscheidung zur Organspende. So kann jeder sicher sein, dass seinen Wünschen in Fragen der Organspende entsprochen wird. Ist kein Organspendeausweis vorhanden, werden die Angehörigen in einer schwierigen Situation der Trauer und Verzweiflung auch noch mit dieser zusätzlich belastenden Frage konfrontiert. Schon aus diesem Grund sollte jeder seine persönliche Entscheidung festhalten und innerhalb der Familie besprechen.

 

Organspende und Transplantation sind im deutschen Transplantationsgesetz klar geregelt. Die Entscheidung zur Organspende wird nicht offiziell registriert, sondern einfach im Organspendeausweis dokumentiert, der dann bei den persönlichen Papieren getragen werden sollte. Seit kurzem gibt es den Organspendeausweis im Scheckkartenformat, so dass er bequem in jede Brieftasche passt. Der Organspendeausweis ist im Internet erhältlich unter:

 

Weitere Informationen unter 0351 8267-160.

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