Bürger vertrauen der Feuerwehr und Ärzten - GfK-Vertrauensindex 2010

09.06.2010

International genießen Feuerwehrmänner das meiste Vertrauen. Einen deutlichen Ansehensverlust mussten Kirchenvertreter und Marketingfachleute hinnehmen. Auch die Politiker büßten nochmals an Vertrauen ein. Dies zeigen die Ergebnisse der in 19 Ländern durchgeführten Studie "GfK-Vertrauensindex 2010" der GfK Custom Research.

 

Auch in Deutschland rangieren die Feuerwehrleute mit 97 Prozent auf dem ersten Platz. Das zweithöchste Ansehen haben Ärzte mit knapp 87 Prozent, dicht gefolgt von den Polizisten (86 Prozent). Reputation gewonnen haben vor allem die Richter. Ihnen vertrauen in diesem Jahr 83 Prozent der Bevölkerung; im vergangenen Jahr waren es noch 79 Prozent. Verloren haben dagegen die Angestellten von Finanzinstituten. Sie kommen im Jahr 2010 nur noch auf einen Wert 57 Prozent.

 

Deutlich an Reputation verloren hat hierzulande der Klerus. Genoss er im vergangenen Jahr noch das Vertrauen von 72 Prozent der Deutschen, sind es jetzt nur noch knapp 55 Prozent. Hier haben die Skandale um den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlich geführten Schulen sowie durch Priester eine starke Verunsicherung bei der Bevölkerung ausgelöst. International, aber auch in Deutschland liegen die Politiker auf dem letzten Platz. Lediglich knapp 14 Prozent der Bürger bringen ihnen hierzulande Anerkennung entgegen.

 

Politiker auf dem letzten Platz

 

Wie bereits in den Jahren zuvor bilden die Politiker das Schlusslicht und sind gegenüber dem vergangenen Jahr nochmals um 4 Prozent auf nur noch 14 Prozent Zustimmung gesunken. In den Niederlanden rangieren die politischen Führungskräfte zwar auch auf dem letzten Platz, der Wert liegt mit 32 Prozent jedoch deutlich über dem Durchschnitt. Den zweit höchsten Wert erhalten die Politiker mit 25 Prozent in Schweden. In Italien hingegen misstrauen 93 Prozent der Bürger ihren Regenten, nur 7 Prozent bringen ihnen Vertrauen entgegen. Ähnlich schlecht schneidet die Berufsgruppe in Frankreich mit lediglich 8 Prozent sowie in Ungarn mit 9 Prozent Zustimmung ab.

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