Gleichstellungsministerkonferenz fordert geschlechterspezifische Versorgungsforschung und Prävention

11.06.2010

Ein Schwerpunktthema der 20. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen- und -minister, -Senatorinnen und -Senatoren (GFMK) waren geschlechterspezifische Aspekte der medizinischen Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention.

 

Die Länder haben heute in Dresden dazu aufgefordert, die Gesundheitsbedürfnisse von Männern und Frauen zukünftig in der Grundlagenforschung, der Versorgungs- und Präventionsforschung deutlicher als bisher zu berücksichtigen. Männer und Frauen unterschieden sich in ihren Lebensstilen und Bedingungen ebenso deutlich wie in vielen biologischen Faktoren oder ihren Krankheitsverläufen.

 

Unter anderem setzen sich die Gleichstellungsminister der Länder dafür ein, dass für die Anwendung von Arzneimitteln zukünftig in allen Phasen der klinischen Prüfungen deren Wirkung auf die Unterschiede bei Männern und Frauen beurteilt werden und Nutzen und Risiken vom IQWiG (Institut für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen) bewertet werden.

 

Ebenso fordert die GFMK die Entwicklung und Implementierung von Konzepten und Maßnahmen der Gesundheitsförderung und -prävention, die den unterschiedlichen Gesundheitssituationen von Frauen und Männern entgegenwirken. Die Bundesregierung wurde aufgefordert, geschlechterspezifische Informationskampagnen zu Vorsorgeprogrammen aufzulegen.

 

Die Wissensvermittlung für die Studiengänge des Gesundheitswesens sowie die Aus- und Weiterbildung waren ebenso Diskussionsgegenstand wie Fragen der Chancengleichheit im beruflichen Alltag von Medizinerinnen und Ärzten sowie den Angehörigen der Pflegeberufe. Eine Forderung ist es, vermehrt Männer in Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsberufe zu bringen.

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