116 117 - Bundesweit einheitliche Rufnummer für ärztlichen Bereitschaftsdienst

15.04.2012

Ab sofort erreicht man unter der Rufnummer 116 117 bundesweit einheitlich den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Für Patienten, die außerhalb der Sprechzeiten dringend ärztliche Hilfe benötigen, entfällt so das Suchen nach der richtigen regionalen Nummer. Der Anruf wird dann an den zuständigen Bereitschaftsdienst weitergeleitet - je nach Organisation des Dienstes direkt zu einem diensthabenden Arzt oder einer Bereitschaftsdienst-Leitstelle.

 

Der Bereitschaftsdienst ist nicht zu verwechseln mit dem Rettungsdienst, der in lebensbedrohlichen Fällen Hilfe leistet. Bei Notfällen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und schweren Unfällen, ist dieser weiterhin unter der Notrufnummer 112 zu alarmieren.

 

Die gesamte Organisation des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen finanziert. Im Bereitschaftsdienst engagieren sich niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aller Fachgruppen aus der jeweiligen Region. Sie leisten den Dienst zusätzlich zu ihrer täglichen Arbeit in der Praxis und sorgen so dafür, dass medizinische Hilfe zur Verfügung steht - auch wenn gerade keine Sprechstunde ist. In Sachsen besteht der ärztliche Bereitschaftsdienst aus einem landesweiten Netz an Fahrdiensten, das in einigen Regionen durch Sitzdienste in Praxen ergänzt wird.

 

Deutschland ist das erste Land der EU, welches diese einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst eingeführt hat. Ausgenommen davon sind anfangs noch das Saarland, Baden-Württemberg sowie Teile von Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Nummer funktioniert ohne Vorwahl und ist sowohl vom Festnetz als auch vom Mobiltelefon aus kostenlos. Neben der 116 117 gelten weiterhin die bekannten regionalen Rufnummern für den Bereitschaftsdienst.

 

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