Ärzte für Sachsen - On Tour

26.10.2012

Das Netzwerk "Ärzte für Sachsen", dessen Koordinierungsstelle bei der Sächsischen Landesärztekammer angebunden ist, setzt es sich seit 2009 zum Ziel, Ärzte für Sachsen zu begeistern. Mit diesem Anliegen war das Netzwerk am 13. Oktober 2012 unterwegs in Ostsachsen. Gemeinsam mit zehn Medizinstudierenden der höheren Semester ging es zu zwei Kliniken und einer Hausarztpraxis in der Lausitzer Region. Vor Ort sprachen die Studierenden und PJler mit Ärzten und Klinikvertretern über künftige Arbeitsbereiche außerhalb der universitären Zentren und erfuhren mehr über die lebenswerten Rahmenbedingungen einer Tätigkeit in der ländlichen Region.

 

An der ersten Station - dem Städtischen Klinikum Görlitz - berichtete der ärztliche Direktor, Dr. med. Eric Hempel, über sein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und die angebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten. Auf dem Rundgang durch die Klinik erfuhren die künftigen Ärzte im Gespräch mit Dr. Hempel viel über die besonderen Arbeitsbedingungen in seiner Heimatregion. Gefragt waren neben den langjährigen Erfahrungen aus dem Berufsalltag auch Informationen zur strukturierten Weiterbildung Allgemeinmedizin. Dr. Hempel begrüßte das neue Projekt von "Ärzte für Sachsen" und sieht darin "einen ausgesprochen sinnvollen Beitrag zur rechtzeitigen Vermittlung lebensrelevanter Informationen für den zukünftigen Arztberuf".

 

Bevor die Teilnehmer der Tour in Berthelsdorf die Hausarztpraxis von Frau Ute Taube besuchten, hatten sie bei einem Imbiss in der Herrnhuter Sterne Manufaktur Gelegenheit, mehr über die Unterstützungsmöglichkeiten in der Region zu erfahren. Hierfür waren Frau Janet Jähne, Bürgermeisterin von Berthelsdorf, und Frau Dr. Dorit Schmidt vom Regionalmanagement Kottmar angereist, um zu Förderprogrammen für die Niederlassung und zu den familienfreundlichen Lebensbedingungen vor Ort zu informieren.

 

In der Praxis der Allgemeinmedizinerin Frau Taube gab es einen breiten Einblick in die Arbeit als niedergelassener Arzt. Die Studierenden interessierten sich für das Arbeitspensum, den Patientenumfang und die Bereitschaftsdienste von Frau Taube. Diese freute sich, auch über das besondere Arzt-Patient-Verhältnis einer Tätigkeit im ländlichen Raum berichten zu können.

 

Die letzte Station bildete das Krankenhaus Bautzen der Oberlausitz-Kliniken gGmbH. Der Geschäftsführer Reiner E. Rogowski nahm gemeinsam mit Chefarzt Dr. med. Frank Weder und Chefarzt Dr. med. Ulf Winkler die Gelegenheit wahr, sein Haus und die Weiterbildungsmöglichkeiten vorzustellen. Dabei wurde viel über familienfreundliche Arbeitsbedingungen und die umfassende Modernisierung des Klinikums gesprochen. Wie das Städtische Klinikum Görlitz ist auch die Bautzener Klinik Lehrkrankenhaus der TU-Dresden. Dr. Winkler, der auch PJ-Beauftragter am Haus ist, konnte so die Tourteilnehmer, welche das Praktische Jahr noch vor sich haben, zu Arbeitsbereichen und Verdienstmöglichkeiten im PJ informieren.

 

Die Veranstaltung kam sowohl bei den Studierenden als auch bei den Ärzten und Klinikvertretern sehr gut an. Die Förderung des persönlichen Kontakts zwischen Medizinernachwuchs und möglichen künftigen Arbeitgebern wird auch weiter ein wichtiger Bestandteil der Netzwerkarbeit von "Ärzte für Sachsen" sein. Für das nächste Jahr sind deshalb bereits zwei weitere Touren angedacht. Dann geht es in den westsächsischen Raum.

 

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