Mehrheit der Bevölkerung für Impfpflicht gegen Masern

Impfungen finden in Ostdeutschland mehr Zustimmung

15.11.2013

Eine aktuelle Umfrage des INSTITUTS FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH zeigt, dass 43 Prozent der Bürger ihren aktuellen Impfschutz überhaupt nicht kennen. Frauen sind mit 64 Prozent besser informiert als Männer, von denen nur 49 Prozent wissen, wogegen sie noch wirksam geimpft sind. Ähnlich schlecht ist der Kenntnisstand der 60-Jährigen und Älteren. In dieser Altersgruppe weiß nur jeder Zweite über seinen Impfschutz Bescheid.

Nachdem Deutschland vom erklärten Ziel der WHO, die Masern bis zum Jahr 2015 auszurotten, noch weit entfernt ist und die Zahl der Maserninfektionen zuletzt sogar wieder angestiegen ist, wurde im Sommer unter anderem über die Einführung einer Impfpflicht gegen Masern diskutiert. Die Mehrheit der Bürger hält eine Impfpflicht gegen Masern für eine gute Idee: 60 Prozent unterstützen den Vorschlag, nur 16 Prozent halten die Einführung eines Impfzwangs gegen Masern für keine gute Idee. 24 Prozent sind unentschieden.

Eine besonders hohe Zustimmung findet die Impfpflicht gegen Masern in Ostdeutschland, wo vor der Wende bereits für eine Reihe von Infektionskrankheiten eine Impfpflicht bestand. Auch Eltern mit kleinen Kindern zeigen sich überdurchschnittlich offen für die Idee einer Impfpflicht.

74 Prozent der Eltern mit Kindern unter 20 Jahren lassen ihre Kinder im Babyalter gegen alles impfen, was (damals) empfohlen wurde. Allerdings haben auch 16 Prozent einige Impfungen ausgelassen. Nur sehr wenige (0,4 Prozent) sind absolute Impfgegner.

 

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