Union und SPD für mehr Nachwuchsförderung im ärztlichen Bereich

05.11.2014

Zwei Monate nach der Landtagswahl haben sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag geeinigt. Im Bereich Gesundheit sprechen sich die Koalitionspartner für eine wohnortnahe, qualitativ hochwertige und bezahlbare gesundheitliche Versorgung aus. Insbesondere in den ländlichen Regionen des Freistaats will man die ärztliche Versorgung sichern. Neben der Ausweitung bestehender Förderprogramme setzen Union und SPD dabei auch auf das gemeinsame Engagement mit der ärztlichen Selbstverwaltung.

 

Zu den Maßnahmen und Plänen, mit welchen man die Versorgung auch der ländlichen Regionen sichern will, gehört die Ausbildungshilfe. Medizinstudierende, die sich vertraglich verpflichten, nach ihrem Studium für eine Mindestzeit im ländlichen Raum Sachsens tätig zu werden, erhalten dabei eine finanzielle Unterstützung im Studium und arbeiten früh mit sogenannten Patenpraxen zusammen. Dies gilt soll zukünftig für eine hausärztliche oder fachärztliche Tätigkeit gelten.

 

Eine Ausweitung der bestehenden Förderprogramme deutet sich auch an anderer Stelle an. So will man die ambulante Weiterbildung in "ausgewählten grundversorgenden Fachgebieten" gemeinsam mit den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung fördern. Laut Vertrag gehören dazu auch die Unterstützung und die Koordinierung von Weiterbildungsverbünden. In diesem Zusammenhang wird das Netzwerk "Ärzte für Sachsen" ausdrücklich erwähnt.

 

Ein weiterer Punkt betrifft den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD). Hier soll nicht nur die Förderung der Facharztweiterbildung fortgesetzt werden. Geplant ist auch ein erleichterter Zugang zum Medizinstudium bei Verpflichtung zum ÖGD: "Wir beabsichtigen, gemeinsam mit den Kommunen interessierten jungen Menschen ein Medizinstudium zu ermöglichen, wenn sie sich verpflichten, nach dem Studium für eine Mindestzeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst Sachsens tätig zu sein."

 

Auch im Bereich der medizinischen Notfallversorgung sind Neuerungen geplant. Dem Koalitionsvertrag nach sollen die Integrierten Regionalleitstellen künftig auch den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst vermitteln.

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