575 Ärzte beendeten 2014 ihre Weiterbildung erfolgreich

Sächsische Landesärztekammer sichert hohes Niveau der Weiterbildung

08.05.2015

Dresden: Im vergangenen Jahr beendeten insgesamt 575 Ärzte (2013: 616) erfolgreich ihre Weiterbildung zum Facharzt oder eine Schwerpunktweiterbildung mit einer bestandenen Prüfung in der Sächsischen Landesärztekammer. Der Präsident, Prof. Dr. med. habil. Jan Schulze, sagte dazu: "Ich freue mich, dass wir so viele und sehr gut ausgebildete neue Fachärzte für die Patientenversorgung zur Verfügung haben."

 

50 Prozent dieser Mediziner sind Ärztinnen. Am häufigsten erfolgte eine Weiterbildung zum Facharzt für Innere Medizin (144), für Anästhesiologie (56), für Allgemeinmedizin (45), für Orthopädie und Unfallchirurgie (38), für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (27), für Psychiatrie und Psychotherapie (19) sowie zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin (38). Nur 26 Ärzte (4,3%) haben ihre Facharzt- oder Schwerpunktprüfung nicht bestanden. Darüber hinaus erwarben im Jahr 2014 insgesamt 300 Ärzte erfolgreich medizinische Zusatzbezeichnungen.
Am häufigsten Notfallmedizin (84), Intensivmedizin (37) Palliativmedizin (32) und Manuelle Therapie/Chirotherapie (16).

 

Für die ärztliche Weiterbildung in Sachsen ist die Sächsische Landesärztekammer verantwortlich. Die ärztliche Weiterbildung beinhaltet das Erlernen ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach erfolgreich absolviertem Medizinstudium und erteilter Approbation. Insgesamt existieren 33 medizinische Gebiete und eine Unterteilung in 51 Facharztbezeichnungen.

 

Während der Weiterbildungszeit ist die Sächsische Landesärztekammer Ansprechpartner und enger Berater für Ärzte. Sie organisiert die abschließenden Prüfungen, führt sie durch und stellt nach erfolgreich absolvierter Prüfung die Anerkennungsurkunden aus.
Basis der ärztlichen Weiterbildung ist die sächsische Weiterbildungsordnung. Sie regelt Inhalte und Mindestzeiten der Weiterbildung und sichert auf diese Weise die Qualität ärztlicher Berufsausübung. Neue ärztliche Spezialisierungen durch den medizinischen Fortschritt werden zeitnah in die Weiterbildungsordnung aufgenommen. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf kann eine Weiterbildung auch in Teilzeit absolviert werden.

 

Die Weiterbildung zum Facharzt und in den Schwerpunkten sowie in der Regel auch in den Zusatz-Weiterbildungen muss bei einem von der Sächsischen Landesärztekammer zur Weiterbildung befugten Arzt in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte erfolgen. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 452 Befugnisse für Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen sowie Weiterbildungsbefugnisse für Zusatz-Weiterbildungen erteilt.

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