Bundestag: Palliativ- und Hospizgesetz beschlossenen

Sächsische Landesärztekammer lehnt gesetzliche Regelungen zum ärztlich assistierten Suizid ab

05.11.2015

Der Bundestag hat am 05.11.2015 das Hospiz- und Palliativgesetz beschlossen. Es soll die ambulante Versorgung Sterbender sowohl in häuslicher Umgebung als auch die Versorgung in Hospizen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern verbessern. Das Gesetz soll dafür die richtigen Rahmenbedingungen schaffen. Die Palliativmedizin und Hospizkultur soll möglichst überall dort verwirklicht werden können, wo Menschen am Lebensende stehen - ob Zuhause oder aber auch in Krankenhäusern und in Pflegeheimen, in Städten und auf dem Land. Besser gefördert werden soll durch das Gesetz auch die Vernetzung, Kooperation und Qualität der Palliativversorgung. Mit gezielten Maßnahmen, die das Gesetz vorsieht, soll die Betreuung, die Versorgung und die Begleitung schwerstkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase verbessert werden. Vor allem auch in ländlichen Regionen sollen mehr flächendeckende Angebote zur Verfügung stehen.

 

Erik Bodendieck, Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, begrüßt das Gesetz. Und er macht am Vortag der Bundestagsdebatte um den ärztlich assistierten Suizid noch einmal deutlich, dass mehr ambulante und stationäre palliativmedizinische Versorgungsstrukturen gebraucht werden, denn die Erfahrung zeige: Schwerkranke Menschen kommen von ihrem Sterbewunsch ab, wenn sie sich geborgen und gut versorgt fühlen. Eine gesetzliche Regelung des ärztlich assistierten Suizid lehnt der Präsident ab. Die bestehenden Regelungen dafür sind in Deutschland ausreichend. Ein Verbot einer gewerblichen Sterbehilfe würde er jedoch in jedem Fall begrüßen.

 

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