Chemnitz erhält internationale Flüchtlingspraxis

09.11.2015

Seit dem 09.11.2015 ist auch in Chemnitz eine internationale Flüchtlingsambulanz an den Start gegangen. Sie dient der ambulanten ärztlichen Versorgung von Asylbewerbern. Hier erhalten die Flüchtlinge die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen. Mit dieser Praxis können andere medizinische Einrichtungen, wie etwas das Klinikum Chemnitz, spürbar entlastet werden.

 

Errichtet und betrieben wird die Praxis von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen auf dem Gelände des Klinikums Chemnitz, in der ehemaligen Rettungsstelle. Der Praxisbetrieb erfolgt, außer an Feier- und Brückentagen, Montag bis Freitag von 09:00 bis 17:00 Uhr.

 

Nach Dresden und Leipzig ist Chemnitz die dritte Flüchtlingsambulanz in Sachsen. Am Jahresende wird eine erste Bilanz gezogen und entschieden, ob das Praxismodell regional ausgeweitet wird.

 

Für die Errichtung und den Betrieb der Praxis haben in der vergangenen Woche der Freistaat Sachsen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen und der Stadt Chemnitz eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet.

 

Die Einrichtung der Praxis erfolgt aufgrund der besonderen Situation der medizinischen Versorgung von Asylbewerbern in der Erstaufnahmeeinrichtung am Standort Chemnitz einschließlich deren Außenstellen und in der Stadt Chemnitz.

 

Die Unterzeichner sind sich einig, dass mit der Einrichtung der nun dritten Praxis erneut ein wesentlicher Schritt getan wurde, die ambulante ärztliche Behandlung der Asylsuchenden wesentlich zu verbessern. Die Praxis dient außerdem dem Schutz der Bevölkerung vor Infektionskrankheiten und hilft, die Verfahrensabläufe zur gesellschaftlichen Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen zu beschleunigen und den Verwaltungsaufwand der übrigen an der Versorgung von Asylbewerbern beteiligten nichtärztlichen Stellen zu senken.

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