Bessere Rahmenbedingungen und mehr Vernetzung für die Organspende

26.06.2019

Ein breites Bündnis von Institutionen und Organisationen, die für die Organspende Verantwortung tragen, hat einen "Gemeinschaftlichen Initiativplan Organspende" vereinbart. Dieser enthält Empfehlungen für den Bereich der Entnahmekrankenhäuser, der Transplantationsbeauftragten und der Aufklärungsarbeit. Der Plan ergänzt und unterstützt das seit dem 1. April 2019 geltende Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende.

 

Zu den Empfehlungen des Initiativplans gehören:

1.  Transplantationsbeauftrage stärken

  • Qualifizierung von Transplantationsbeauftragten weiterentwickeln und harmonisieren
  • Tätigkeit von Transplantationsbeauftragten aufwerten

2.  Konkrete Unterstützungsangebote für Transplantationsbeauftragte entwickeln

3.  Kooperationen fördern - Vernetzung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Organspende stärken

4.  Entnahmekrankenhäuser bedarfsgerecht unterstützen - gezielte Bedarfsabfrage organisieren

5.  Innerklinische Prozessabläufe rund um die Organspende stärker strukturieren und konkretisieren

6.  Partnerschaftsnetzwerke entwickeln - Unterstützung im Akutprozess organisieren

7.  Medizinisches und pflegerisches Fachpersonal ausbilden - organspendespezifische Kenntnisse fördern

  • Ärztliche Ausbildung - Organspende im Medizinstudium thematisieren
  • Organspende thematisch in der ärztlichen Weiterbildung verankern
  • Organspende als thematischen Bestandteil der (Intensiv-)Pflege stärken

8.  Aufklärung über die Organspende in der hausärztlichen Praxis fördern und unterstützen

  • Befragung der Hausärztinnen und Hausärzte sowie der medizinischen Fachangestellten und Versorgungsassistenten durchführen
  • Gezielte Schulung und Unterstützung der Hausärztinnen und
  • Hausärzte

9.  Organspendebereitschaft in der Patientenverfügung eindeutig erklären

10. Verschiedene Zielgruppen spezifisch informieren und aufklären

  • "Organspende macht Schule"
  • Gezielte Ansprache älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger
  • Förderung der interkulturellen Kommunikation

11. Der Organspende ein Gesicht geben - Aufklärungsarbeit unter Einbeziehung von Organtransplantierten und Spenderangehörigen

12. Organspender und ihre Angehörigen gesellschaftlich stärker anerkennen

 

An der Erarbeitung unter der Federführung der DSO beteiligten sich die Bundesärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der GKV- Spitzenverband, der Verband der Privaten Krankenversicherung e.V., die Gesundheitsministerkonferenz der Länder, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Patientenverbände, Spenderangehörige, die Deutsche Transplantationsgesellschaft, die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, die Stiftung ÜberLeben und der Verein Junge Helden.

 

Den "Gemeinschaftliche Initiativplan Organspende" finden Sie hier:

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